Ratgeber für Architekten
Photovoltaik an der FassadeWinterstrom und Brandschutz.
Eine Solarfassade liefert im Winter einen höheren Anteil des Jahresertrags als ein Dach. Hier finden Architekten, was sie früh klären sollten: Brandschutz, Förderung, Bewilligung und Planung.
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Ratgeber · Stand Oktober 2026
Solarfassade: Was Architekten früh klären sollten
Eine Solarfassade erzeugt Strom dort, wo Gebäude viel Fläche haben und das Dach oft nicht reicht. Fassaden liefern weniger Jahresertrag pro Quadratmeter als ein gut ausgerichtetes Dach, aber einen höheren Anteil davon im Winter. Nach Angaben von Swissolar fallen bei Fassadenanlagen rund 45 Prozent des Jahresertrags ins Winterhalbjahr, bei Dachanlagen sind es rund 25 Prozent. Für Architekten und Planer heisst das: Die Fassade gehört früh in den Entwurf. Diese Seite fasst zusammen, was zu klären ist.
Ob Fassade oder Dach, die Basis ist dieselbe wie bei jeder Solaranlage. Was bei Schrägdächern gilt, lesen Sie unter Indach-Solaranlage.
Warum Winterstrom an der Fassade zählt
Im Winter verbraucht ein Gebäude am meisten Strom, vor allem mit einer Wärmepumpe. Gleichzeitig liefern Dachanlagen dann am wenigsten. Eine senkrechte Fläche nutzt die tiefe Wintersonne besser. Schnee bleibt an Modulen in senkrechter Lage kaum liegen. Ost- und Westfassaden liefern zudem am Morgen und am Abend, wenn der Verbrauch hoch ist.
Das Bundesamt für Energie schätzt das Potenzial geeigneter Fassadenflächen in der Schweiz auf rund 17 TWh pro Jahr, davon fällt ein grosser Teil ins Winterhalbjahr (Studie Winterstrom Schweiz, BFE). Der Anteil der Fassadenanlagen am Zubau lag 2023 bei nur 1,3 Prozent (Swissolar). Der Unterschied zum Dach bleibt aber: Der Jahresertrag pro kWp ist tiefer. Die Wirtschaftlichkeit müssen Sie deshalb mit Ihrem Verbrauchsprofil rechnen.
Ausrichtung, Verschattung und Raster
Für die Planung sind drei Punkte entscheidend.
- Ausrichtung: Südfassaden liefern im Winter am meisten. Süd-Ost und Süd-West liefern übers Jahr gleichmässiger. Nordfassaden eignen sich nicht.
- Verschattung: Nachbargebäude, Bäume, Balkone und Vordächer verschatten Teile der Fläche. Bei serieller Verschaltung bremst ein verschattetes Modul den ganzen Strang. Deshalb werden die Flächen vor der Planung vermessen und das Verschaltungskonzept darauf abgestimmt.
- Raster und Farbe: Modulformat, Fugenbild und Farbe bestimmen die Optik. Moderne Fassadenmodule gibt es in verschiedenen Farben und Oberflächen. Farbige Module können etwas weniger Strom liefern, das gehört in die Ertragsrechnung.
Hinterlüftet oder integriert
Eine PV-Fassade kann als vorgehängte, hinterlüftete Fassade ausgeführt sein. Die Module bilden dann die äussere Schicht, darunter liegen Dämmung und Tragwand. Die Hinterlüftung hält die Module kühl und führt Feuchte ab. Sie ist aber auch ein Punkt für den Brandschutz, siehe unten.
Im Vergleich mit einer herkömmlichen hinterlüfteten Fassade ist der bauliche und elektrotechnische Aufwand höher. Dazu gehören Unterkonstruktion, Kabelführung durch die Hülle, Wechselrichter, Absturzsicherung bei der Montage. Dem stehen eingesparte Kosten für das Fassadenmaterial gegenüber, das die Module ersetzen. Wie das Verhältnis ausfällt, hängt stark vom Projekt ab. Wir rechnen es in der Offerte offen aus.
Brandschutz nach VKF
Beim Brandschutz sind zwei Ebenen zu unterscheiden.
Die VKF-Brandschutzvorschriften und das Brandschutzmerkblatt Solaranlagen der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen gelten für alle PV-Anlagen. Sie regeln Schutzziele, Gefahrenquellen und Lösungsansätze, etwa Abstände, Kabelführung und Abschaltung. Die Kantone setzen sie um, und die Brandschutzbehörde prüft das Projekt.
Für hinterlüftete PV-Fassaden gibt es zusätzlich ein Übergangsdokument von Swissolar (Stand Oktober 2023). Es beschreibt ein argumentatives Nachweisverfahren für Gebäude mittlerer Höhe (11 bis 30 Meter) und Hochhäuser (30 bis 100 Meter). Es nennt Anforderungen an Module, Kabelführung und bauliche Brandschutzmassnahmen. Das Dokument gilt bis Ende 2026 oder bis verbindliche technische Regeln vorliegen. Bei hohen Gebäuden mit hinterlüfteter Fassade ist nach VKF ein Nachweisverfahren im Brandschutz nötig (Brandschutzrichtlinie 27-15).
Praktisch heisst das: Klären Sie den Brandschutz mit der Brandschutzfachperson und der kantonalen Behörde in der Projektierung, nicht erst bei der Ausführung. Wir liefern die Modul- und Kabeldaten und planen die Ausführung danach.
Einmalvergütung für Fassadenanlagen
Der Bund fördert Anlagen unter 30 kWp mit einer Einmalvergütung von Pronovo. Seit dem 1. April 2025 gibt es keinen Grundbeitrag mehr. Der Beitrag beträgt 360 Franken pro kWp für angebaute und 400 Franken pro kWp für integrierte Anlagen (EnFV Anhang 2.1).
Als integriert gilt eine Anlage, die neben der Stromerzeugung eine zweite Funktion der Gebäudehülle übernimmt, etwa Wetterschutz, Wärmedämmung oder Absturzsicherung. Eine Fassadenanlage, die eine Verkleidung ersetzt, kann dazu zählen. Ob Ihre Anlage als integriert gilt, klären wir vor der Anmeldung. Für steil geneigte Anlagen kommt zudem ein Neigungswinkelbonus in Frage. Pronovo nennt dafür 400 Franken pro kW bei integrierten und 200 Franken pro kW bei angebauten Anlagen. Die genauen Voraussetzungen prüfen wir pro Projekt.
Bei grösseren Anlagen ab 100 kW gelten andere Verfahren: Hier wird der Antrag vor dem Bau gestellt. Wir melden die Anlage an und stellen den Förderantrag. Den Förderbeitrag können wir auf Anfrage vorfinanzieren. Mehr zur Förderung steht im Ratgeber Förderung für Solaranlagen.
Bewilligung: Meldeverfahren seit 2026
Seit dem 1. Januar 2026 sind genügend angepasste Solaranlagen an Fassaden in Bau- und Landwirtschaftszonen bewilligungsfrei, sie müssen aber gemeldet werden (Art. 18a RPG, Art. 32abis RPV). Die Verordnung nennt Kriterien, wann eine Fassadenanlage als genügend angepasst gilt, etwa zur Anordnung der Module und zum Abstand zur Fassade. Für Kulturdenkmäler bleibt die Baubewilligung Pflicht, und Kantone können im Detail abweichen.
Das heisst für das Projekt: Prüfen Sie früh, ob die Fassade im Meldeverfahren geht oder ob wegen Ortsbildschutz, Kernzone oder Denkmalpflege ein Baugesuch nötig ist. Bei einem Neubau gehört die Fassadenanlage ohnehin ins Baugesuch. Wie die Abläufe im Alltag aussehen, zeigt der Ratgeber Solaranlage Bewilligung.
Wirtschaftlichkeit richtig rechnen
Eine Solarfassade rechnet sich anders als eine Dachanlage. Der Ertrag pro kWp ist tiefer, der Winterstrom aber wertvoller, weil er den teureren Netzstrom ersetzt und zum Bedarf einer Wärmepumpe passt. Der Strompreis im Haushalt liegt 2026 im Median bei 27,7 Rappen pro kWh ohne MWST (ElCom), für 2027 bei 26,6 Rappen. Jede selbst genutzte kWh spart diesen Betrag. Rechnen Sie deshalb mit dem Eigenverbrauch im Winter und mit den Kosten, die gegenüber einer ohnehin geplanten Fassade zusätzlich anfallen. Dachanlage und Fassadenanlage ergänzen sich oft.
So planen wir mit Architekten
- Vorprojekt: Wir rechnen Ertrag und Verschattung für die geplanten Flächen und liefern Richtwerte für Kosten und Förderung.
- Bauprojekt: Wir stimmen Raster, Modultyp, Kabelführung, Wechselrichterstandort und Brandschutz mit Ihnen und den Fachplanern ab.
- Bewilligung: Wir erstellen Unterlagen und melden die Anlage bei Gemeinde und Netzbetreiber an.
- Ausführung: Unsere eigenen Monteure arbeiten mit Fassadenbauer und Gerüstbauer zusammen.
- Betrieb: Inbetriebnahme, Einweisung und Anmeldung für die Einmalvergütung.
Planung bis Inbetriebnahme kommen aus einer Hand. Wer Fassade und Dach zusammen plant, kann den Strom gemeinsam nutzen, etwa in einem ZEV im Mehrfamilienhaus.
Wir rechnen es für Ihr Projekt aus
Ob sich eine Solarfassade lohnt, zeigt erst die Rechnung mit Ihren Flächen, Ihrem Verbrauch und Ihrer Gebäudehülle. Senden Sie uns Pläne oder lassen Sie uns das Objekt ansehen, die Besichtigung ist kostenlos. Danach erhalten Sie innert 72 Stunden eine verbindliche Offerte mit Ertrag, Förderung und Wirtschaftlichkeit.
Die kostenlose Besichtigung
Ein Termin bei Ihnen. Danach wissen Sie alles.
Ein Projektleiter aus unserem Team kommt vorbei und prüft drei Dinge. Keine Verkaufsshow, keine Verpflichtung. Sie erhalten danach eine verbindliche Offerte mit Ertrag, Förderbeiträgen und Amortisation.
01Dach
Fläche, Ausrichtung, Neigung, Zustand der Eindeckung und Verschattung.
02Elektroanlage
Hausanschluss, Verteiler und Platz für Wechselrichter und Speicher.
03Ihr Verbrauch
Stromrechnung, Auto, Heizung, Pläne. Daraus rechnen wir Ertrag und Förderung.
So läuft Ihr Projekt
Anfrage
Sie schildern kurz Ihr Gebäude und Ihr Ziel. Online oder per Telefon.
Besichtigung vor Ort
Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Verbrauch direkt bei Ihnen. Kostenlos.
Offerte in 72 Stunden
Verbindlich, transparent, mit Ertrag, Förderung und Amortisation.
Bewilligung & Förderung
Meldeverfahren, Netzbetreiber und Pronovo übernehmen wir.
Montage & Inbetriebnahme
Unsere Monteure, fester Termin, Abnahme mit Ihnen auf dem Dach.
Schritt 1 dauert eine Minute. Den Rest übernehmen wir.
Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?
Ja. Besichtigung und Offerte kosten Sie nichts und verpflichten Sie zu nichts. Sie entscheiden erst, wenn Sie die verbindliche Offerte in den Händen halten.
Wie viel Strom liefert eine Solarfassade im Winter?
Eine Fassade liefert nach Angaben von Swissolar rund 45 Prozent ihres Jahresertrags im Winterhalbjahr, ein Dach etwa 25 Prozent. Der Jahresertrag pro Quadratmeter ist an der Fassade aber tiefer. Wir rechnen den Ertrag für Ihr Projekt mit Ausrichtung und Verschattung.
Braucht eine Solarfassade eine Baubewilligung?
Seit 1. Januar 2026 sind genügend angepasste Fassadenanlagen in Bau- und Landwirtschaftszonen im Meldeverfahren möglich. Bei Kulturdenkmälern braucht es eine Baubewilligung. Einzelheiten regeln die Kantone, wir klären sie für Ihr Projekt.
Gibt es für Fassadenanlagen eine Einmalvergütung?
Ja. Pronovo zahlt für integrierte Anlagen unter 30 kWp 400 Franken pro kWp, für angebaute 360 Franken. Ob Ihre Anlage als integriert gilt, hängt davon ab, ob sie eine zweite Funktion der Gebäudehülle übernimmt. Für steil geneigte Anlagen kann ein Neigungswinkelbonus hinzukommen.
Was gilt beim Brandschutz für PV-Fassaden?
Es gelten die kantonalen Vorschriften und das VKF-Brandschutzmerkblatt Solaranlagen. Für hinterlüftete PV-Fassaden gibt es ein Übergangsdokument von Swissolar. Bei hohen Gebäuden ist ein Brandschutznachweis nötig. Wir klären das mit der Brandschutzfachperson.
Wann sollte die PV-Fassade in die Planung einfliessen?
So früh wie möglich, am besten in der Projektierung. Dann lassen sich Raster, Farbe, Kabelführung, Brandschutz und Gerüst abstimmen. Nachträglich ist eine Fassadenanlage teurer und in der Gestaltung eingeschränkter.
Was kostet eine Solarfassade?
Eine pauschale Zahl wäre unseriös, weil Modultyp, Unterkonstruktion und Gebäudehöhe die Kosten stark verändern. Der bauliche und elektrische Aufwand ist höher als bei einer Dachanlage. Bei integrierten Lösungen fallen dafür Kosten für das ersetzte Fassadenmaterial weg.
In welchen Regionen sind Sie unterwegs?
In der ganzen Deutschschweiz. Am häufigsten bauen wir in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Aargau. Unsere Standorte sind in Zumikon ZH und Lachen SZ.
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Indach-Solaranlage und was dazu passt
Der erste Schritt
Wir kommen vorbei. Kostenlos.
Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Ihren Verbrauch. Danach wissen Sie, was auf Ihrem Dach möglich ist, was es kostet und welche Förderbeiträge Sie erhalten. Die verbindliche Offerte folgt innert 72 Stunden.
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- Förderung auf Anfrage vorfinanziert





