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Ratgeber Wärmepumpe

Wärmepumpe mit Solaranlage: Lohnt sich die Kombination?Heizen mit eigenem Strom.

Eine Solaranlage deckt einen Teil des Wärmepumpenstroms, aber nicht den ganzen. Hier sehen Sie, wie viel, wann und was das für die Planung heisst.

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Ratgeber · Stand Oktober 2026

Solaranlage und Wärmepumpe: Was die Kombination leistet

Eine Solaranlage senkt die Betriebskosten einer Wärmepumpe, ersetzt den Netzstrom aber nicht ganz. Im Rechenbeispiel unten deckt die Anlage etwa 30 Prozent des Wärmepumpenstroms. Der Rest kommt vor allem im Winter aus dem Netz. Wer das weiss, plant die Kombination realistisch.

Warum die beiden gut zusammenpassen

Die Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom mehrere kWh Wärme. Den Strom dafür müssen Sie nicht vom Netz beziehen. Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach ersetzt eine, die Sie sonst zum Netztarif bezahlen. Im Haushaltstarif liegt der Median 2026 laut ElCom bei 27,7 Rappen pro kWh ohne MWST, für 2027 bei 26,6 Rappen.

Dazu kommt: Eine Wärmepumpe lässt sich steuern. Sie kann das Warmwasser dann aufheizen, wenn die Sonne scheint. So wird Strom, der sonst ins Netz flösse, zu Wärme im eigenen Speicher.

Das Winterproblem

Eine Wärmepumpe braucht im Dezember und Januar am meisten Strom. Dann liefert eine Solaranlage am wenigsten. Das lässt sich auch mit einer grossen Anlage nicht wegplanen. Ein Batteriespeicher hilft über die Nacht, nicht über Wochen mit Nebel.

Im Frühling und im Herbst sieht es anders aus. An klaren Tagen läuft die Wärmepumpe mit Solarstrom, und im Sommer ist nur das Warmwasser ein Thema. Die Kombination deckt die Übergangszeiten gut ab und den Winter nur zum Teil.

Rechenbeispiel

Die Annahmen entsprechen den Beispielen auf unserer Website. Es ist kein Angebot.

  • Wärmebedarf des Hauses: 20’000 kWh pro Jahr für Heizung und Warmwasser.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5: 20’000 / 3,5 = rund 5’700 kWh Strom pro Jahr.
  • Solaranlage mit 10 kWp und 1’000 kWh pro kWp: rund 10’000 kWh Ertrag pro Jahr.
  • Strompreis: 27,7 Rappen pro kWh ohne MWST.

Über das Jahr erzeugt die Anlage damit mehr Strom, als die Wärmepumpe braucht. Aber der Ertrag fällt im Sommer an, der Bedarf im Winter. Deckt die Anlage 30 Prozent des Wärmepumpenstroms, sind das rund 1’700 kWh. Bei 27,7 Rappen sparen Sie damit etwa 470 Franken pro Jahr. Mit besserer Steuerung und einem Speicher steigt der Anteil.

Die Werte hängen von Dach, Ausrichtung, Haus und Verhalten ab. Ihre Zahlen rechnen wir bei der Besichtigung.

Wie gross soll die Anlage sein?

Eine Anlage nur für den Haushalt reicht für eine Wärmepumpe meist nicht. Mehr Module bringen mehr Strom in den Übergangszeiten. Die Grösse begrenzt aber das Dach, und der Überschuss im Sommer fliesst ins Netz und wird dort nur mit dem Rückliefertarif vergütet.

Wir gehen so vor:

  1. Wir schätzen den Strombedarf der Wärmepumpe aus Ihrem bisherigen Öl- oder Gasverbrauch.
  2. Wir addieren den Haushalt und, wenn geplant, das Auto.
  3. Wir prüfen, wie viel Dachfläche nutzbar ist.
  4. Wir legen die Anlage so aus, dass sich jedes zusätzliche Modul noch rechnet.

Richtpreise der Solaranlage vor Förderung: 5 kWp rund 14’000 bis 19’000 Franken, 10 kWp rund 24’000 bis 30’000 Franken, 15 kWp rund 33’000 bis 42’000 Franken. Das sind Bandbreiten, die Offerte ist verbindlich. Mehr dazu im Ratgeber Solaranlage Kosten.

Mit oder ohne Batteriespeicher?

Der Warmwasserspeicher ist der günstigste Speicher im Haus. Er nimmt Solarwärme am Mittag auf und gibt sie über den Tag ab. Ein Batteriespeicher kommt zusätzlich ins Spiel, wenn Sie am Abend und in der Nacht mehr Eigenstrom nutzen möchten. Als Richtwert kosten 8 bis 12 kWh zwischen 8’000 und 15’000 Franken. Im reinen Haushalt liegt der Eigenverbrauch ohne Speicher bei 30 bis 35 Prozent, mit Speicher bei 60 bis 70 Prozent.

Mit Wärmepumpe verschiebt sich die Rechnung. Der Eigenverbrauch steigt schon ohne Batterie, weil die Wärmepumpe tagsüber mitläuft. Der Speicher bringt dann weniger zusätzlichen Nutzen als im reinen Haushalt. Wir prüfen darum zuerst Anlage und Steuerung und danach, ob ein Speicher noch dazugehört.

Bestehende Solaranlage: Passt sie?

Haben Sie schon eine Anlage, prüfen wir drei Dinge:

Oft genügt eine neue Steuerung, damit die Wärmepumpe mittags läuft. Das kostet weniger als neue Module.

Förderung für beides

Die beiden Teile werden getrennt gefördert. Für die Solaranlage zahlt Pronovo die Einmalvergütung. Seit dem 1. April 2025 gibt es keinen Grundbeitrag mehr. Angebaute Anlagen unter 30 kWp erhalten 360 Franken pro kWp, integrierte 400 Franken pro kWp (EnFV Anhang 2.1). Für die Wärmepumpe sind die Kantone zuständig, in der Regel über ihr Gebäudeprogramm. Die Beträge unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Was bei Ihnen gilt, steht auf unseren Kantonsseiten, zum Beispiel für Zürich oder Schwyz. Die Grundlagen zur Heizungsförderung finden Sie im Ratgeber Wärmepumpe Förderung.

Beide Anträge stellen wir für Sie. Die Förderbeiträge können wir auf Anfrage vorfinanzieren.

Was wir bei Planung und Steuerung beachten

  • Gemeinsame Elektroplanung: Zählerkasten, Zuleitung und Steuerung bauen wir einmal, auch wenn die Anlage später folgt.
  • Warmwasser zur Mittagszeit: Wir stellen die Wärmepumpe so ein, dass der Speicher bei Sonne geladen wird. Die Hygieneaufheizung legen wir ebenfalls in diese Stunden.
  • Ladestation: Mit einer Ladestation nutzen Sie den Überschuss zusätzlich.
  • Mehrfamilienhaus: Mit einem ZEV nutzen mehrere Parteien den Solarstrom für Wärmepumpe und Haushalt gemeinsam.

Eine Wärmepumpe lohnt sich auch ohne Solaranlage, wenn die alte Heizung ersetzt werden muss. Die Anlage lässt sich später ergänzen, wenn die Vorbereitung stimmt. Lesen Sie dazu den Ratgeber Wärmepumpe Kosten.

Die häufigsten Fehler bei der Kombination

Aus unserer Planung kennen wir einige Punkte, die später Ärger machen:

  • Anlage zu klein ausgelegt: Wer die Solaranlage nur nach dem Haushaltsverbrauch dimensioniert, deckt vom Heizstrom fast nichts ab.
  • Falsche Erwartung im Winter: Wer glaubt, die Anlage versorge die Wärmepumpe im Januar, wird vom Stromzähler überrascht. Planen Sie im Winter mit Netzstrom.
  • Steuerung vergessen: Ohne Anbindung läuft die Wärmepumpe nach Zeitplan und nicht nach Sonne. Die Steuerung kostet wenig und bringt viel.
  • Elektroanlage unterschätzt: Alte Zählerkästen und dünne Zuleitungen müssen oft angepasst werden. Das gehört in die erste Offerte und nicht in einen Nachtrag.

Wer diese vier Punkte früh klärt, erhält eine Lösung, die im Alltag so funktioniert, wie sie geplant wurde.

Wir rechnen es für Ihr Haus aus

Wie viel vom Heizstrom Ihr Dach liefern kann, wissen wir erst vor Ort. Wir kommen kostenlos zur Besichtigung, prüfen Heizung, Dach und Elektroanlage und erstellen Ihnen innert 72 Stunden eine verbindliche Offerte für Wärmepumpe und Solaranlage aus einer Hand, mit Förderung und Betriebskosten.

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Ein Projektleiter aus unserem Team kommt vorbei und prüft drei Dinge. Keine Verkaufsshow, keine Verpflichtung. Sie erhalten danach eine verbindliche Offerte mit Ertrag, Förderbeiträgen und Amortisation.

  1. Ein Projektleiter misst die Dachfläche eines Ziegeldachs aus.
    01

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    Fläche, Ausrichtung, Neigung, Zustand der Eindeckung und Verschattung.

  2. Ein Projektleiter erklärt der Hauseigentümerin den Elektroverteiler.
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    Elektroanlage

    Hausanschluss, Verteiler und Platz für Wechselrichter und Speicher.

  3. Projektleiter im Gespräch mit einem Ehepaar vor dem Einfamilienhaus.
    03

    Ihr Verbrauch

    Stromrechnung, Auto, Heizung, Pläne. Daraus rechnen wir Ertrag und Förderung.

So läuft Ihr Projekt

  1. Anfrage

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    Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Verbrauch direkt bei Ihnen. Kostenlos.

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    Verbindlich, transparent, mit Ertrag, Förderung und Amortisation.

  4. Bewilligung & Förderung

    Meldeverfahren, Netzbetreiber und Pronovo übernehmen wir.

  5. Montage & Inbetriebnahme

    Unsere Monteure, fester Termin, Abnahme mit Ihnen auf dem Dach.

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Häufige Fragen

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Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?

Ja. Besichtigung und Offerte kosten Sie nichts und verpflichten Sie zu nichts. Sie entscheiden erst, wenn Sie die verbindliche Offerte in den Händen halten.

Kann eine Solaranlage eine Wärmepumpe komplett mit Strom versorgen?

Über das Jahr gerechnet kann die Anlage ungefähr so viel Strom erzeugen, wie die Wärmepumpe braucht. Zeitlich passt es aber nicht. Im Winter liefert das Dach wenig, die Wärmepumpe braucht am meisten. Ein Teil des Stroms bleibt deshalb Netzstrom.

Wie gross sollte die Solaranlage bei einer Wärmepumpe sein?

Eine Anlage nur für den Haushaltsstrom ist meist zu klein. Wir planen mit dem künftigen Heizstrom und mit der Dachfläche, die zur Verfügung steht. Bei der Besichtigung rechnen wir das für Ihr Haus aus.

Brauche ich zur Wärmepumpe auch einen Batteriespeicher?

Nein, nötig ist er nicht. Der Warmwasserspeicher lagert Solarstrom bereits als Wärme zwischen. Ein Batteriespeicher erhöht den Eigenverbrauch zusätzlich, vor allem am Abend. Ob er sich lohnt, rechnen wir mit Ihren Zahlen.

Sollte ich zuerst die Wärmepumpe oder die Solaranlage bauen?

Am besten planen Sie beides zusammen, auch wenn Sie es nacheinander bauen. Dann passen Zählerkasten, Zuleitung und Steuerung. Muss die Heizung schnell ersetzt werden, baut man zuerst die Wärmepumpe und bereitet das Dach vor.

Passt meine bestehende Solaranlage zu einer neuen Wärmepumpe?

Ja. Wir prüfen, ob Wechselrichter und Zähler dazu passen und ob eine Erweiterung der Anlage sinnvoll ist. Reicht die Anlage nur für den Haushalt, deckt sie den Heizstrom meist nur zum Teil.

Wird die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage gefördert?

Beide Teile werden getrennt gefördert. Die Wärmepumpe über den Kanton, die Solaranlage über die Einmalvergütung von Pronovo. Beide Anträge stellen wir für Sie. Kantonale Beträge finden Sie auf unseren Kantonsseiten zur Wärmepumpe.

In welchen Regionen sind Sie unterwegs?

In der ganzen Deutschschweiz. Am häufigsten bauen wir in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Aargau. Unsere Standorte sind in Zumikon ZH und Lachen SZ.

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Zarko Mitrovic, Projektleiter Solar, auf einem Flachdach mit den Projektunterlagen.
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