Ratgeber Solarstrom
Solarstrom: Eigenes Dach oder Ökostrom-Tarif?Direkt und günstiger.
Ökostrom vom Werk ist ein Produkt, Solarstrom vom eigenen Dach ist Ihre eigene Produktion. Hier lesen Sie, was das für Kosten und Wirkung heisst.
- Besichtigung vor Ort: kostenlos und unverbindlich
- Verbindliche Offerte innert 72 Stunden
- Förderbeiträge auf Anfrage vorfinanziert
Lieber direkt sprechen?044 980 08 80
Gratis-Besichtigung anfragen
Dauert 1 Minute. Unverbindlich.
- Gebäude
- Ort
- Kontakt
Danke. Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir rufen Sie innert eines Arbeitstags an und vereinbaren den Termin.
Termin präzisieren Optional
Lieber sofort sprechen? 044 980 08 80
Ratgeber · Stand Oktober 2026
Solarstrom, Ökostrom und Naturstrom erklärt
Wer Strom aus erneuerbarer Quelle will, hat zwei Wege. Er kann beim Werk ein Ökostrom- oder Naturstrom-Produkt wählen und zahlt dafür meist einige Rappen pro kWh mehr. Oder er produziert Solarstrom selber: Dann kostet jede selbst genutzte kWh über die Lebensdauer der Anlage deutlich weniger als der Netzstrom, und Sie sparen die 27,7 Rappen pro kWh, die ein Haushalt 2026 im Median zahlt (ElCom).
Das eine ist ein Tarif, das andere ist eine Anlage auf Ihrem Dach. Beides hat seinen Platz. Der Unterschied liegt in den Kosten, der Wirkung und der Unabhängigkeit.
Was ist Ökostrom, was ist Naturstrom?
Die Begriffe sind nicht geschützt. Was dahintersteckt, bestimmt jedes Werk selbst. Meist gilt:
- Ökostrom ist Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser, Sonne oder Wind. Das Werk belegt es mit Herkunftsnachweisen.
- Naturstrom ist oft eine Premium-Variante: Schweizer Herkunft, strengere ökologische Vorgaben, manchmal mit Förderbeitrag für neue Anlagen.
Physisch fliesst bei allen Kunden derselbe Strom aus dem Netz. Was Sie kaufen, ist der Herkunftsnachweis. Er belegt für jede kWh, wo und wie sie produziert wurde. Das ist ehrlich und sinnvoll, ändert aber nichts an der Stromrechnung: Sie zahlen weiter jede kWh, plus Aufpreis.
Solarstrom vom eigenen Dach
Mit einer eigenen Anlage produzieren Sie den Strom dort, wo Sie ihn brauchen. Es gibt drei Wege, wie dieser Strom in Ihre Rechnung eingeht:
- Eigenverbrauch: Sie nutzen den Strom direkt. Sie sparen den vollen Netzstrompreis samt Netzgebühr.
- Einspeisung: Was Sie nicht brauchen, fliesst ins Netz. Dafür zahlt Ihr Werk den Rückliefertarif. Er liegt häufig zwischen 6 und 15 Rappen pro kWh und ist damit deutlich tiefer als der Bezugspreis.
- Herkunftsnachweise: Auf Wunsch lassen Sie Ihren Strom zertifizieren und verkaufen die Nachweise.
Darum zählt beim eigenen Dach vor allem der Eigenverbrauch. Ein Einfamilienhaus nutzt ohne weitere Massnahmen etwa 30 Prozent direkt. Mit einem Batteriespeicher, einer Wärmepumpe oder einer Ladestation für das Auto sind es 60 bis 70 Prozent.
Was kostet es im Vergleich?
Ein Ökostrom-Tarif senkt Ihre Rechnung nie, er erhöht sie leicht. Eine Solaranlage ist eine Investition, die sich über die Jahre zurückzahlt. Für eine typische Anlage von 10 kWp rechnen Sie mit 24’000 bis 30’000 Franken, abzüglich Einmalvergütung und Steuerabzug. Die ganze Rechnung mit Tabelle finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Solaranlage?
Wichtig ist auch die Wirkung: Ein Ökostrom-Tarif kauft Nachweise für bestehende Produktion. Eine neue Anlage auf Ihrem Dach bringt zusätzliche erneuerbare Produktion in die Schweiz. Wenn Ihnen die Wirkung wichtig ist, ist das der stärkere Hebel.
Beides lässt sich verbinden. Im Winter liefert die Anlage weniger, ein Teil des Jahresbedarfs bleibt beim Werk. Für diesen Reststrom können Sie weiter ein Ökostrom-Produkt wählen.
Rückliefertarif und Mindestvergütung
Den Strom, den Sie nicht selbst brauchen, nimmt Ihr Netzbetreiber ab. Seit 2026 gilt für kleine Anlagen eine gesetzliche Mindestvergütung, die sich am Marktpreis orientiert. Darüber hinaus legt jedes Werk seinen Tarif selbst fest, und die Unterschiede sind gross. Es lohnt sich, den Tarif Ihres Werks zu kennen, bevor Sie die Anlage dimensionieren. Je tiefer der Tarif, desto mehr bringt jede selbst genutzte kWh. Wir lesen ihn für Ihre Adresse nach und rechnen damit.
Was bedeutet das für die Umwelt?
Ein Ökostrom-Produkt macht sichtbar, woher der Strom auf dem Papier kommt. Es sagt aber nicht, ob dafür eine neue Anlage gebaut wurde. Manche Werke legen einen Teil des Aufpreises in einen Förderfonds für neue Anlagen. Das ist gut, aber es bleibt Sache des Werks.
Mit einer eigenen Solaranlage bauen Sie selbst neue Produktion. Der Strom entsteht auf bestehender Fläche, ohne neues Land und ohne lange Leitungen. Dazu kommt ein Vorteil für das Netz: Was Sie am Mittag selbst nutzen, muss nicht durch die Leitungen. Und im Sommer, wenn die Sonne am stärksten scheint, ist Ihre Anlage am produktivsten.
Auch Ihre Anlage kann Herkunftsnachweise erhalten. Pronovo stellt sie für Ihren Strom aus. Bei kleinen Anlagen ist der Erlös gering, der Aufwand eher klein. Für die Wirtschaftlichkeit zählt der Eigenverbrauch deutlich mehr.
Wie gross sollte die Anlage sein?
Viele denken zuerst an den eigenen Jahresverbrauch. Ein Vierpersonenhaushalt braucht ohne Wärmepumpe und Elektroauto rund 4’500 kWh pro Jahr. Ein Dach liefert oft deutlich mehr. Eine Anlage mit 10 kWp erzeugt im Mittelland rund 10’000 kWh.
Das heisst nicht, dass Sie das Dach klein halten müssen. Der Mehrertrag fliesst ins Netz und wird vergütet. Wichtiger ist die Frage, was Sie in den nächsten Jahren zusätzlich anschliessen: Wärmepumpe, Elektroauto, Speicher. Wir planen die Anlage so, dass dies später ohne Umbau möglich ist, mehr dazu auf der Seite Solaranlage.
Was tun im Winter?
Im Winter liefert eine Solaranlage weniger Strom, weil die Tage kurz sind. Ein Teil des Strombedarfs kommt dann vom Werk. Das ist normal und lässt sich nicht vermeiden. Zwei Dinge helfen: Ostwest-Dächer und steile Fassadenmodule liefern im Winter vergleichsweise mehr, und ein Speicher verschiebt den Strom vom Tag auf den Abend.
Für den Strom, den Sie im Winter beim Werk beziehen, lohnt sich ein Blick auf das Tarifangebot. Viele Werke bieten Ökostrom oder Naturstrom auch zu fairen Preisen an. So kombinieren Sie das Beste aus beiden Welten: Im Sommer decken Sie sich weitgehend selbst, im Winter beziehen Sie Strom aus Schweizer Wasserkraft.
Solarstrom auch ohne eigenes Dach: ZEV und LEG
Nicht jeder hat ein Dach. Aber auch Mieter und Eigentümer in Mehrfamilienhäusern können Solarstrom nutzen:
- Im Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) nutzen alle Parteien im Haus den Strom der Anlage auf dem Dach. Der Strom wird intern abgerechnet. Wir planen Messung, Verträge und Abrechnung, mehr dazu unter ZEV.
- Eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) erlaubt es, Solarstrom auch über Grundstücksgrenzen hinweg im selben Netzgebiet zu teilen. Ob sich das für Ihr Quartier eignet, hängt vom Netzbetreiber ab.
Entscheiden muss dabei der Eigentümer oder die Verwaltung. Als Mieter können Sie das Thema ansprechen.
Ein Beispiel zur Einordnung: Bei 4’500 kWh Verbrauch und 3 Rappen Aufpreis kostet ein Naturstrom-Produkt etwa 135 Franken pro Jahr mehr. Das Geld ist weg, es bleibt kein Gegenwert am Haus. Eine Anlage dagegen steht 25 bis 30 Jahre auf Ihrem Dach und produziert Jahr für Jahr. Der Aufpreis ist nur ein Beispiel, Ihr Werk legt ihn selbst fest.
Für wen lohnt sich was?
- Hauseigentümer mit passendem Dach: Eigene Anlage. Sie ist günstiger und direkter als jeder Tarif. Ein Ökostrom-Produkt für den Reststrom im Winter ist eine Ergänzung.
- Eigentümer von Mehrfamilienhäusern: Anlage mit ZEV. Der Solarstrom bleibt im Haus, das macht die Investition wirtschaftlicher.
- Mieter ohne Einfluss aufs Dach: Ökostrom- oder Naturstrom-Produkt beim Werk, oder den ZEV beim Vermieter anregen.
Wir rechnen es für Ihr Dach aus
Ob sich Solarstrom vom eigenen Dach bei Ihnen lohnt, hängt von Dach, Verbrauch und Tarif Ihres Werks ab. Wir kommen vorbei, prüfen Dach und Elektroanlage und rechnen mit Ihren Zahlen. Die Besichtigung ist kostenlos. Danach erhalten Sie innert 72 Stunden eine verbindliche Offerte für Ihre Solaranlage, mit Ertragsprognose, Förderung und Amortisation.
Die kostenlose Besichtigung
Ein Termin bei Ihnen. Danach wissen Sie alles.
Ein Projektleiter aus unserem Team kommt vorbei und prüft drei Dinge. Keine Verkaufsshow, keine Verpflichtung. Sie erhalten danach eine verbindliche Offerte mit Ertrag, Förderbeiträgen und Amortisation.
01Dach
Fläche, Ausrichtung, Neigung, Zustand der Eindeckung und Verschattung.
02Elektroanlage
Hausanschluss, Verteiler und Platz für Wechselrichter und Speicher.
03Ihr Verbrauch
Stromrechnung, Auto, Heizung, Pläne. Daraus rechnen wir Ertrag und Förderung.
So läuft Ihr Projekt
Anfrage
Sie schildern kurz Ihr Gebäude und Ihr Ziel. Online oder per Telefon.
Besichtigung vor Ort
Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Verbrauch direkt bei Ihnen. Kostenlos.
Offerte in 72 Stunden
Verbindlich, transparent, mit Ertrag, Förderung und Amortisation.
Bewilligung & Förderung
Meldeverfahren, Netzbetreiber und Pronovo übernehmen wir.
Montage & Inbetriebnahme
Unsere Monteure, fester Termin, Abnahme mit Ihnen auf dem Dach.
Schritt 1 dauert eine Minute. Den Rest übernehmen wir.
Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?
Ja. Besichtigung und Offerte kosten Sie nichts und verpflichten Sie zu nichts. Sie entscheiden erst, wenn Sie die verbindliche Offerte in den Händen halten.
Ist Ökostrom aus der Steckdose wirklich Solarstrom?
Nein. Der Strom im Netz ist immer ein Mix. Bei Ökostrom-Produkten kauft das Werk Herkunftsnachweise für erneuerbare Produktion. Physisch fliesst derselbe Strom wie bei allen anderen. Solarstrom vom eigenen Dach dagegen kommt direkt in Ihr Haus.
Was kostet Naturstrom mehr als Standardstrom?
Das legt Ihr Werk fest. Üblich sind einige Rappen pro kWh Aufpreis, je nach Qualität und Herkunft. Bei 4'500 kWh pro Jahr sind das schnell einige Dutzend bis über hundert Franken.
Was ist ein Herkunftsnachweis?
Ein Zertifikat, das für jede produzierte kWh die Art und Herkunft des Stroms belegt. Es wird getrennt vom physischen Strom gehandelt. Anlagenbetreiber können Herkunftsnachweise für ihren Strom ausstellen lassen und verkaufen.
Wie viel Solarstrom kann ich selbst nutzen?
Ohne Speicher oder Verbraucher, die auf die Sonne reagieren, sind es bei einem Einfamilienhaus meist etwa 30 Prozent. Mit Speicher, Wärmepumpe oder Elektroauto kann der Anteil auf 60 bis 70 Prozent steigen.
Brauche ich als Mieter eine eigene Anlage, um Solarstrom zu nutzen?
Nein. Wenn der Vermieter eine Anlage baut, können Sie über einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) oder eine lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) mitnutzen. Das entscheidet der Eigentümer.
Wer kauft meinen überschüssigen Solarstrom?
Ihr Netzbetreiber ist verpflichtet, ihn abzunehmen und zu vergüten. Die Höhe legt er fest, seit 2026 gibt es dafür eine gesetzliche Mindestvergütung für kleine Anlagen. Wir prüfen den Tarif Ihres Werks in der Offerte.
Lohnt es sich, meinen Solarstrom zertifizieren zu lassen?
Das hängt vom Erlös ab. Bei kleinen Anlagen ist der Eigenverbrauch meist deutlich wichtiger als der Verkauf von Herkunftsnachweisen.
In welchen Regionen sind Sie unterwegs?
In der ganzen Deutschschweiz. Am häufigsten bauen wir in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Aargau. Unsere Standorte sind in Zumikon ZH und Lachen SZ.
Weiter zur Leistung
Solaranlage und was dazu passt
Der erste Schritt
Wir kommen vorbei. Kostenlos.
Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Ihren Verbrauch. Danach wissen Sie, was auf Ihrem Dach möglich ist, was es kostet und welche Förderbeiträge Sie erhalten. Die verbindliche Offerte folgt innert 72 Stunden.
- Kostenlos und unverbindlich
- Offerte innert 72 Stunden
- Förderung auf Anfrage vorfinanziert





