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Ratgeber Solaranlage

Solaranlage auf dem FlachdachOst-West, Ballast, Neigung.

Auf dem Flachdach bestimmen Sie die Ausrichtung selbst. Hier sehen Sie, wann Ost-West besser rechnet als Süd, worauf es bei Ballast und Statik ankommt und was für die Bewilligung gilt.

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Ratgeber · Stand Oktober 2026

Solaranlage Flachdach: Planung im Überblick

Auf einem Flachdach sind Sie bei der Anlage freier als auf einem Schrägdach. Ausrichtung und Neigung der Module legen Sie selbst fest, dafür müssen Sie mehr entscheiden: Süd oder Ost-West, Ballast oder Befestigung, mit oder ohne Begrünung. Für ein Einfamilienhaus mit etwa 10 kWp rechnen Sie mit 24’000 bis 30’000 Franken vor Förderung. Aufwendige Flachdächer liegen darüber. Diese Seite zeigt, worauf es ankommt. Was bei Ihnen gilt, klären wir bei der Besichtigung.

Die allgemeinen Kosten und die Amortisation einer Solaranlage erklärt der Ratgeber Was kostet eine Solaranlage?.

Ost-West oder Süd: Was passt aufs Flachdach?

Auf dem Flachdach können Sie die Module nach Süden aufstellen oder in Ost-West-Richtung Rücken an Rücken. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Süd Ost-West
Ertrag pro kWp höher etwas tiefer
Module pro Fläche weniger, da grössere Reihenabstände mehr, da die Reihen dicht stehen
Neigung meist steiler meist flach
Tagesverlauf Spitze am Mittag Morgen und Abend stärker, flachere Mittagsspitze
Windangriff höher meist geringer, da flacher

Wer wenig Fläche hat, gewinnt mit Ost-West oft mehr Strom pro Dach, auch wenn jedes einzelne Modul etwas weniger liefert. Wer viel Strom am Morgen und am Abend braucht, etwa mit Wärmepumpe und Ladestation, profitiert von der breiteren Tageskurve. Wer vor allem ins Netz einspeist, achtet eher auf den Ertrag pro kWp.

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wir rechnen für Ihr Dach beide Aufstellungen mit Ertrag, Eigenverbrauch und Preis nebeneinander.

Welche Neigung ist sinnvoll?

Auf dem Flachdach sind Neigungen von etwa 10 bis 15 Grad üblich, deutlich flacher als die 30 bis 35 Grad, die auf einem Schrägdach ideal sind. Eine flachere Neigung hat zwei Gründe. Die Reihen werfen weniger Schatten aufeinander und stehen dichter. Zudem greift der Wind weniger an, das spart Ballast.

Ein steilerer Winkel bringt im Winter mehr Ertrag, braucht aber mehr Abstand zwischen den Reihen und mehr Gewicht. Ausserdem wird die Anlage von aussen eher sichtbar. Wo die Anlage im Winter viel liefern soll, kann sich das lohnen. Das ist eine Frage des Verbrauchs. Mit einem hohen Winterverbrauch rechnet sich ein steilerer Winkel eher als mit einem reinen Sommerverbrauch.

Ballast oder Befestigung: Wie hält die Anlage?

Es gibt zwei Wege, eine Anlage auf dem Flachdach zu sichern.

  • Mit Ballast: Gewichte, meist Betonplatten oder Kies, halten das System am Platz. Die Dachhaut bleibt unverletzt. Dafür muss das Dach die zusätzliche Last tragen. Das Gewicht hängt von Standort, Gebäudehöhe, Wind und Aufstellung ab.
  • Mit Befestigung: Das System wird mit der Tragkonstruktion verschraubt. Das spart Gewicht, die Durchdringungen der Dachhaut müssen aber sorgfältig abgedichtet werden.

Welche Lösung passt, entscheidet der Dachaufbau. Auf Kies, Bitumen oder Kunststoffbahnen sind unterschiedliche Systeme üblich. Wichtig ist, dass Windlasten und Tragreserve für den Standort berechnet werden. Die Windlasten richten sich nach den Normen des SIA. Ein Anbieter, der ohne Blick aufs Dach offeriert, übersieht diesen Punkt leicht.

Statik und Dachzustand prüfen

Bevor wir planen, schauen wir uns drei Dinge an.

  1. Tragreserve: Kann die Konstruktion zusätzliches Gewicht aufnehmen? Bei älteren Gebäuden fehlen oft Unterlagen. Dann braucht es unter Umständen eine statische Prüfung durch einen Bauingenieur.
  2. Dachabdichtung: Ist sie dicht und wie alt ist sie? Wer die Abdichtung in wenigen Jahren erneuern muss, sollte das vor der Solaranlage tun. Sonst muss die Anlage dafür abgebaut werden.
  3. Dachrand und Absturzsicherung: Für Montage und Wartung brauchen die Monteure einen sicheren Zugang. Fehlt eine Sicherung, kommen Kosten dazu.

Das sind Kostenpunkte, die in einer Online-Offerte fehlen. Bei uns sind sie Teil der Besichtigung.

Flachdach mit Begrünung

Viele Flachdächer sind begrünt, und einzelne Kantone und Gemeinden verlangen das. Solaranlage und Begrünung lassen sich kombinieren. Die Pflanzen kühlen die Module etwas, und die Begrünung kann als Auflast dienen. Die Module müssen allerdings so hoch über der Vegetation stehen, dass sie nicht verschattet werden. Die Pflege der Dachfläche muss ausserdem möglich bleiben.

Swissolar hat dazu ein Merkblatt zu Dachbegrünung und Solarenergieanlagen veröffentlicht. Ob in Ihrer Gemeinde eine Begrünung vorgeschrieben ist, klären wir für Ihre Adresse.

Bewilligung und Brandschutz

Seit dem 1. Januar 2026 gelten Solaranlagen auf Flachdächern als genügend angepasst und sind bewilligungsfrei, wenn sie den Dachrand um höchstens einen Meter überragen und so vom Dachrand zurückversetzt sind, dass sie von einem Blickwinkel von 45 Grad von unten nicht sichtbar sind (Swissolar, Baurecht). Gemeldet werden müssen sie bei der Gemeinde. Bei Kulturdenkmälern bleibt die Baubewilligung Pflicht. Die Abläufe sind je nach Kanton verschieden, die Meldung übernehmen wir.

Beim Brandschutz gelten die kantonalen Vorschriften und das Brandschutzmerkblatt Solaranlagen der VKF. Bei Flachdächern betrifft das vor allem Abstände, Zugänge und die Kabelführung. Wir planen danach.

Was bringt Ihnen die Anlage?

Auf dem Flachdach eines Gewerbebaus oder Mehrfamilienhauses ist die Fläche oft gross genug für 15 kWp und mehr. Bei grösseren Anlagen sinkt der Preis pro kWp. Eine 15-kWp-Anlage kostet als Richtwert 33’000 bis 42’000 Franken vor Förderung. Der Bund zahlt für Anlagen unter 30 kWp eine Einmalvergütung von 360 Franken pro kWp bei angebauten Anlagen, also auch auf einem Flachdach mit Aufständerung (EnFV Anhang 2.1). Für 10 kWp sind das 3’600 Franken. Einen Grundbeitrag gibt es seit April 2025 nicht mehr.

Bei einem Einfamilienhaus mit 10 kWp, 1’000 kWh pro kWp und 30 % Eigenverbrauch bleiben rund 3’000 kWh im Haus. Mit Batteriespeicher liegt der Eigenverbrauch bei 60 bis 70 %. Bei einem Mehrfamilienhaus hilft ein ZEV, den Strom unter den Mietern zu verteilen. Wenn mehrere Parteien die Anlage nutzen, steigt der Eigenverbrauch meist deutlich.

Eine Indach-Solaranlage ist für Schrägdächer gedacht. Auf dem Flachdach ist die aufgeständerte Anlage die übliche Lösung. Den Vergleich zwischen den beiden Systemen finden Sie im Ratgeber Indach oder Aufdach.

Wir rechnen es für Ihr Flachdach aus

Ost-West oder Süd, Ballast oder Befestigung, mit oder ohne Begrünung: Das lässt sich nur mit Ihrem Dach beantworten. Wir kommen vorbei, prüfen Aufbau, Zustand und Platz, die Besichtigung ist kostenlos. Danach erhalten Sie innert 72 Stunden eine verbindliche Offerte mit beiden Aufstellungen, Ertrag, Förderung und Amortisation. Meldung, Anmeldung beim Netzbetreiber und Antrag auf die Einmalvergütung übernehmen wir, die Montage macht unser eigenes Team.

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Der Solar-Berater antwortet sofort, auf Basis unserer Ratgeber und Leistungsseiten.

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  1. Ein Projektleiter misst die Dachfläche eines Ziegeldachs aus.
    01

    Dach

    Fläche, Ausrichtung, Neigung, Zustand der Eindeckung und Verschattung.

  2. Ein Projektleiter erklärt der Hauseigentümerin den Elektroverteiler.
    02

    Elektroanlage

    Hausanschluss, Verteiler und Platz für Wechselrichter und Speicher.

  3. Projektleiter im Gespräch mit einem Ehepaar vor dem Einfamilienhaus.
    03

    Ihr Verbrauch

    Stromrechnung, Auto, Heizung, Pläne. Daraus rechnen wir Ertrag und Förderung.

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  2. Besichtigung vor Ort

    Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Verbrauch direkt bei Ihnen. Kostenlos.

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    Verbindlich, transparent, mit Ertrag, Förderung und Amortisation.

  4. Bewilligung & Förderung

    Meldeverfahren, Netzbetreiber und Pronovo übernehmen wir.

  5. Montage & Inbetriebnahme

    Unsere Monteure, fester Termin, Abnahme mit Ihnen auf dem Dach.

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Häufige Fragen

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Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?

Ja. Besichtigung und Offerte kosten Sie nichts und verpflichten Sie zu nichts. Sie entscheiden erst, wenn Sie die verbindliche Offerte in den Händen halten.

Ost-West oder Süd auf dem Flachdach, was ist besser?

Das hängt vom Verbrauch und von der Fläche ab. Süd bringt mehr Strom pro kWp, Ost-West passt mehr Module auf dieselbe Fläche und verteilt den Ertrag über den Tag. Wir rechnen beide Varianten für Ihr Dach durch.

Braucht eine Flachdach-Anlage eine Baubewilligung?

Seit 1. Januar 2026 sind genügend angepasste Anlagen auf Flachdächern bewilligungsfrei, wenn sie den Dachrand um höchstens einen Meter überragen und vom Dachrand zurückversetzt sind. Sie müssen aber gemeldet werden. Schutzobjekte brauchen weiterhin eine Bewilligung.

Hält mein Flachdach das Gewicht der Anlage aus?

Das muss vorab geprüft werden. Entscheidend sind Tragreserve der Konstruktion, Dachaufbau und Windlasten. Bei einer Anlage mit Ballast ist das Gewicht ein Thema, bei einer Befestigung durch die Dachhaut die Abdichtung. Wir klären das bei der Besichtigung mit.

Kann ich Solaranlage und Dachbegrünung kombinieren?

Ja. Die Begrünung kann sogar als Auflast dienen, und die Pflanzen kühlen die Module. Die Module brauchen aber genügend Abstand zur Vegetation, damit sie nicht verschattet werden. Planen Sie beides zusammen.

Wann ist ein Flachdach zu alt für eine Solaranlage?

Wenn die Abdichtung in absehbarer Zeit erneuert werden muss, sollte das zuerst geschehen. Eine Anlage später abzubauen und wieder aufzubauen kostet Geld. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, in welchem Zustand das Dach ist.

Was kostet eine Solaranlage auf dem Flachdach?

Als Richtwert gelten 24'000 bis 30'000 Franken für 10 kWp vor Förderung. Aufwendige Flachdächer mit Kran, viel Ballast oder Absturzsicherung liegen darüber. Verbindlich ist erst die Offerte.

In welchen Regionen sind Sie unterwegs?

In der ganzen Deutschschweiz. Am häufigsten bauen wir in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Aargau. Unsere Standorte sind in Zumikon ZH und Lachen SZ.

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Solaranlage und was dazu passt

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Wir prüfen Dach, Elektroanlage und Ihren Verbrauch. Danach wissen Sie, was auf Ihrem Dach möglich ist, was es kostet und welche Förderbeiträge Sie erhalten. Die verbindliche Offerte folgt innert 72 Stunden.

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Zarko Mitrovic, Projektleiter Solar, auf einem Flachdach mit den Projektunterlagen.
Zarko MitrovicProjektleiter Solar