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Ratgeber Ladestation

Was kostet eine Ladestation?Gerät, Leitung, Strom.

Das Gerät ist nur ein Teil der Rechnung. Oft kostet die Installation mehr. Hier sehen Sie, woraus sich der Preis zusammensetzt und wie Solarstrom das Laden günstiger macht.

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Ratgeber · Stand Oktober 2026

Wallbox: Kosten für Gerät, Installation und Strom

Eine Wallbox mit Installation kostet im Einfamilienhaus meist rund 2’000 bis 5’500 Franken. Das Gerät macht davon etwa 800 bis 2’500 Franken aus, die Installation 1’000 bis 3’000 Franken. Der Strom kostet zuhause rund 5 Franken auf 100 Kilometer, mit eigenem Solarstrom deutlich weniger.

Das sind Richtwerte, keine Preise. Was Ihre Ladestation kostet, sagt erst die Besichtigung. Vor allem die Länge des Kabelwegs entscheidet.

Das Gerät: 11 kW, 22 kW, smart

Für die meisten Haushalte reicht eine 11-kW-Wallbox. Sie lädt dreiphasig und gibt über Nacht Strom für mehrere hundert Kilometer ins Auto. Die Geräte beginnen bei rund 800 Franken.

Eine 22-kW-Wallbox lohnt sich nur, wenn Ihr Auto auch mit 22 kW laden kann. Viele Modelle nehmen am Wechselstrom nur 11 kW auf. Dann zahlen Sie für Leistung, die das Auto nicht nutzt. Zudem braucht 22 kW eine stärkere Zuleitung, und der Netzbetreiber stellt höhere Anforderungen.

Der Preis steigt mit den Funktionen:

  • Einfach: Laden, Zugangsschutz per Schlüssel oder Karte.
  • Smart: App, Ladeplan, Verbrauchsanzeige.
  • Solar-fähig: Überschussladen und Anbindung an Wechselrichter oder Energiemanager. Das ist vor allem für Haushalte mit Solaranlage interessant.

Was die richtige Wahl ist, hängt von Ihrem Auto und Ihrer Anlage ab. Mehr zu Auswahl und Ablauf lesen Sie unter Ladestation.

Die Installation: Leitung, Absicherung, Distanz

Hier entsteht der grösste Preisunterschied. Die Wallbox wird fest angeschlossen, das darf nur eine Elektrofachperson mit Bewilligung. Zum Aufwand zählen:

  • Zuleitung: Ein eigenes Kabel vom Verteiler zur Wallbox. Pro Meter entstehen Material- und Arbeitskosten.
  • Absicherung: Leitungsschutz und Fehlerstromschutz im Verteiler. Bei älteren Anlagen braucht es manchmal einen neuen oder grösseren Verteilerkasten.
  • Distanz: Steht die Garage neben dem Verteiler, ist es günstig. Muss das Kabel durch Wand, Keller oder Garten, wird es teurer. Grabarbeiten kosten extra.
  • Sicherheitsnachweis: Kontrolle und Dokumentation gehören dazu.

Preissenkend wirkt, wenn die Leitung bei einem Umbau schon vorbereitet wurde oder wenn Sie die Installation mit einer Solaranlage oder einem Speicher verbinden. Dann fällt manche Arbeit nur einmal an.

Anmeldung beim Netzbetreiber

Eine Ladestation ist ein starker Verbraucher. Darum müssen Sie sie beim Netzbetreiber melden, und je nach Netzbetreiber ist ab einer bestimmten Leistung eine Bewilligung nötig. Die Anforderungen unterscheiden sich von Netzgebiet zu Netzgebiet.

Das Verfahren kostet Sie im besten Fall nur Zeit. Wir reichen die Unterlagen ein und klären Fristen und Auflagen. So steht bei der Montage keine Überraschung an.

Mehrfamilienhaus und Tiefgarage

Mehrere Ladestationen an einem Hausanschluss sind eine andere Aufgabe als eine einzelne Wallbox. Ein Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung auf alle Autos, damit der Anschluss nicht überlastet wird. Das kann teure Verstärkungen der Hauszuleitung vermeiden.

Hinzu kommen Abrechnung pro Nutzer und der Beschluss der Eigentümer oder der Verwaltung. Wie das geht, lesen Sie unter Ladeinfrastruktur in der Tiefgarage.

Förderung und Steuern

Der Bund fördert private Ladestationen nicht. Manche Kantone, Gemeinden und Elektrizitätswerke zahlen aber einen Beitrag, oft für Lastmanagement oder in Kombination mit Solarstrom. Die Programme ändern sich schnell, teils sind Töpfe auch rasch ausgeschöpft.

Die Kosten einer Ladestation in einem bestehenden Gebäude können Sie in vielen Kantonen von den Steuern abziehen. Fragen Sie dazu Ihr Steueramt. Wir prüfen für Ihre Adresse, welche Förderung aktuell gilt, und sagen Ihnen das vor der Offerte.

Laden mit Solarüberschuss senkt die Kosten

Ein Elektroauto braucht etwa 15 bis 20 kWh auf 100 Kilometer. Der Netzstrom kostet im Median der Grundversorgung laut ElCom 2026 etwa 27,7 Rappen pro kWh ohne MWST. Ihr Tarif kann abweichen.

Rechenbeispiel (Annahmen, kein Angebot): 15’000 Kilometer pro Jahr, 18 kWh pro 100 km.

  • Strombedarf: 15’000 / 100 x 18 = 2’700 kWh pro Jahr.
  • Mit Netzstrom: 2’700 x 0,277 = rund 750 Franken pro Jahr, also etwa 5 Franken pro 100 km.
  • Mit eigenem Solarstrom: Der Strom vom Dach kostet Sie nur die entgangene Einspeisevergütung. Bei einem angenommenen Rückliefertarif von 8 Rappen sind das 2’700 x 0,08 = rund 216 Franken pro Jahr, also etwa 1,50 Franken pro 100 km.
  • Laden Sie die Hälfte des Stroms mit Solarstrom, sparen Sie gegenüber reinem Netzstrom etwa 270 Franken pro Jahr.

Der Rückliefertarif ist je nach Netzbetreiber sehr verschieden. Darum rechnen wir in der Offerte mit Ihrem Tarif.

Damit das Überschussladen klappt, muss die Wallbox die Leistung nach dem Dachertrag regeln. Wer tagsüber nicht zuhause ist, kombiniert sie mit einem Batteriespeicher, der den Solarstrom für den Abend sammelt.

Was Sie vor der Offerte klären können

Wer vorbereitet ist, bekommt eine genauere Offerte und spart Rückfragen. Drei Dinge helfen:

  • Foto vom Verteiler: Zählerkasten und Sicherungen zeigen, ob Platz und Leistung reichen.
  • Parkplatz und Weg: Wo soll die Wallbox hängen, und wie führt der Weg vom Verteiler dorthin?
  • Ihr Auto: Modell und maximale Ladeleistung am Wechselstrom. Damit vermeiden Sie eine überdimensionierte Wallbox.

Bei Miete oder Stockwerkeigentum kommt die Zustimmung der Verwaltung oder der Eigentümergemeinschaft dazu. Wir erstellen eine Offerte, die Sie dort vorlegen können. Wer ein zweites Elektroauto erwartet, plant die Zuleitung gleich grösser. Das kostet heute wenig und erspart später einen zweiten Eingriff.

Betriebskosten und Unterhalt

Eine Wallbox braucht kaum Unterhalt. Wartungsverträge sind im Privathaushalt selten nötig. Zu rechnen ist mit dem Ladestrom, einem allfälligen Gebührenmodell der Hersteller-App und einer Kontrolle der Anlage im Rahmen der periodischen Elektrokontrolle. Bei Geräten mit Cloud-Funktionen lohnt der Blick ins Kleingedruckte: Manche Funktionen sind nach einer Testphase kostenpflichtig.

Beispiel: drei typische Situationen

Die folgenden Fälle sind Beispiele zur Einordnung, keine Offerten.

  • Garage direkt neben dem Verteiler: Kurzer Kabelweg, 11-kW-Gerät ohne Spezialfunktionen. Das ist die günstige Variante, nahe am unteren Rand der Bandbreite.
  • Carport im Garten, 25 Meter vom Haus: Das Kabel muss im Boden verlegt werden. Grabarbeiten und Kabel treiben die Installation nach oben.
  • Haus mit Solaranlage und Speicher: Die Wallbox braucht eine Schnittstelle zum Energiemanager. Das Gerät kostet mehr, dafür lädt es mit Solarüberschuss.

Gerade der zweite Fall zeigt, warum ein Pauschalpreis am Telefon wenig taugt. Erst wer Weg und Untergrund gesehen hat, kann verbindlich rechnen.

Nach der Montage

Zur Inbetriebnahme gehören ein Test der Anlage, der Sicherheitsnachweis und eine Einführung in die App. Sie sehen danach, wie viel Strom Sie laden und wie viel davon vom Dach stammt. So können Sie später prüfen, ob die Rechnung aufgeht, und die Ladezeiten anpassen.

Wir rechnen es für Ihr Haus aus

Wallbox, Leitung, Anmeldung und Förderung: Wir schauen uns Verteiler, Parkplatz und Kabelweg an. Die Besichtigung ist kostenlos, und Sie erhalten innert 72 Stunden eine verbindliche Offerte. Gerät, Installation und mögliche Beiträge stehen einzeln darin, auf Wunsch gleich mit Solaranlage und Speicher.

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  1. Ein Projektleiter misst die Dachfläche eines Ziegeldachs aus.
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    Fläche, Ausrichtung, Neigung, Zustand der Eindeckung und Verschattung.

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  4. Bewilligung & Förderung

    Meldeverfahren, Netzbetreiber und Pronovo übernehmen wir.

  5. Montage & Inbetriebnahme

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Häufige Fragen

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Ist die Besichtigung wirklich kostenlos?

Ja. Besichtigung und Offerte kosten Sie nichts und verpflichten Sie zu nichts. Sie entscheiden erst, wenn Sie die verbindliche Offerte in den Händen halten.

Was kostet eine Wallbox ohne Installation?

Das Gerät allein kostet je nach Funktionen etwa 800 bis 2'500 Franken. Einfache 11-kW-Geräte liegen am unteren Rand, Modelle mit Solarsteuerung und Lastmanagement darüber.

Warum ist die Installation oft teurer als die Wallbox?

Die Leitung vom Verteiler zum Parkplatz macht den Aufwand aus: Kabel, Absicherung, Mauerdurchbrüche und allenfalls Grabarbeiten. Je weiter der Weg, desto höher der Preis.

Muss ich die Ladestation beim Netzbetreiber anmelden?

Ja, in den meisten Fällen. Je nach Netzbetreiber gilt eine Meldepflicht oder Bewilligungspflicht, besonders ab höherer Leistung. Wir reichen die Unterlagen für Sie ein.

Gibt es Förderung für eine Wallbox?

Der Bund fördert private Ladestationen nicht. Einzelne Kantone, Gemeinden und Elektrizitätswerke zahlen aber Beiträge. Die Programme ändern sich, darum prüfen wir den aktuellen Stand für Ihre Adresse.

Was kostet das Laden zuhause pro 100 Kilometer?

Bei 18 kWh pro 100 km und einem Netztarif von 27,7 Rappen sind es rund 5 Franken. Mit eigenem Solarstrom liegen die Kosten tiefer. Im Rechenbeispiel unten sehen Sie die Annahmen.

Spare ich mit einer smarten Wallbox wirklich Geld?

Das lohnt sich vor allem mit Solaranlage. Eine Wallbox mit Überschussladen nutzt den Dachstrom und senkt den Netzbezug. Ohne eigene Erzeugung hilft sie beim Laden zum günstigeren Nachttarif.

In welchen Regionen sind Sie unterwegs?

In der ganzen Deutschschweiz. Am häufigsten bauen wir in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Aargau. Unsere Standorte sind in Zumikon ZH und Lachen SZ.

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Zarko Mitrovic, Projektleiter Solar, auf einem Flachdach mit den Projektunterlagen.
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